Major Release 2025.03

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Major Release 2025.03

Die folgenden Kapitel beziehen sich auf neue Features dieses Releases, in Bezug auf das vorangegangene Release. Wenn ein Feature bereits ausführlich im Confluence dokumentiert ist, kann in den jeweiligen Kapiteln auch der Link eingefügt werden.

Folgende Windows-Version wurde mit diesem Release getestet:
Windows 11 Pro 24H2  (2025-01-28 Build 26100.3037)
(https://docs.microsoft.com/de-de/windows/release-health/windows11-release-information)

Allgemein

Nachfolgend werden Features beschrieben, die im März 2025 Release enthalten sind. Das Release basiert auf dem letzten veröffentlichten Minor-Release.

Änderung bzgl. Automatik Ein

Um aktuellen Sicherheitsrichtlinien zu entsprechen, wurde die Softwarepakete so angepasst, dass ein Einschalten der Automatik durch die Software unterbunden wird. Bei allen Automatik-ein Anforderungen ist somit zwingend die Hardwaretaste „Automatik ein“ durch den Anwender zu verwenden.

Neue Tastatur - Deaktivierung der Energiespartaste notwendig

Die P-Maschinen Standardtastatur hat sich geändert, da die alte abgekündigt wurde. An der neuen Tastatur kommt man beim Bedienen der Maus schnell an die Energiespartaste, was den Rechner in den Ruhezustand versetzt. Mit diesem Release werden die Energiespareinstellungen deaktiviert, sodass bei versehentlichem Drücken der Taste der Energiesparmodus nicht aktiviert wird.

Hinweis Massenträgheit vor dem Kalibrieren

Es kam zu dem Effekt, dass die Massenträgheit nicht automatisch auf Null zurückgesetzt wurde, wenn die Stirnrad-Software beendet wird. Dies hat bei den Anwendern während der Kalibrierung zu Verwirrung geführt, da stets die Abfrage erschien, ob die Massenträgheit zurückgesetzt werden soll.

Diese Meldung ist bei Großmaschinen sinnvoll, da Kunden ihre Bauteile auf unseren Maschinen platzieren und beispielsweise exzentrisch kalibrieren. Bei kleineren Geräten wie dem Modell P 26 oder P 40 ist diese Meldung jedoch nicht erforderlich. Mit diesem Release wurde eine Anpassung vorgenommen, sodass bei Kleingeräten die Massenträgheit automatisch zurückgesetzt wird.

EasyStart

Kalibrierdatum in Kachel

In der Kachel zum Kalibrieren eines Tasters wird die Restzeit bis zur nächsten Nachkalibrierung angezeigt. Bei nicht kalibrierten Tastern wird kein Ablaufdatum angezeigt.

PM Features

Erweiterung der Veröffentlichungsoptionen

Bisher war es möglich die PDF Ausgabe entweder so einzustellen, dass alle zu einem Messprogramm zugehörigen Messblätter in eine PDF geschrieben werden oder eine gemeinsame PDF unabhängig vom Messprogramm (z.B. Welle und STI Messblätter in einer PDF). Außerdem gab es die Möglichkeit die Zielpfade beim Veröffentlichen abhängig vom Kontext wählbar anzuzeigen. D.h. bei einer Kegelradmessung werden nur die Pfade, die fürs Kegelrad definiert wurden, angezeigt. 

Dabei war es dann aber nicht mehr möglich bei einer Blockradmessung die Ausgabe nach Zeichnungsnummer zusammenzufassen, d.h. es landeten alle Blockräder einer Messung in einer gemeinsamen PDF. Dies kann nun auch separat ausgegeben werden.

Erweiterung Custom-actions Funktionalität

Die Funktionalität mit custom-actions wurde erweitert. Es können nun Aktionen mit den zu veröffentlichenden Daten vor oder nach dem Veröffentlichen durch den Presentation Manager durchgeführt werden. So können z.B. Steuerdateien einer Blockradmessung aus STI zu einer Datei zusammengefasst werden und anschließend veröffentlicht werden. Kundenindividuelles Verhalten muss kostenpflichtig programmiert werden.

StylusManager Features

Kalibrierung Rauheit mit Änderung der Messrichtung

Die Kalibrierung der Rauheit mit Änderung der Messrichtung wurde wie folgt angepasst: 

Anwahl der Messrichtung

  • Für jeden Taster gibt es eine Anwahlmöglichkeit der Messrichtung
  • Diese kann in einem Fenster eingestellt werden, analog zur Eingabe des Korrekturwinkels oder des Y-Offsets
  • Die Einstellung gilt nur für den entsprechenden Taster
  • Es kann zwischen "Kalibrierung in Y-Richtung (Standard)" oder "Kalibrierung in Z-Richtung" gewählt werden

Ausrichtung des zentrischen Normals

  • Das zentrische Normal muss manuell auf 90° geschwenkt eingestellt und in Y-Richtung positioniert werden (Position analog zu den starren Tastern), also mit der Fläche senkrecht zum Taster. Der Taster muss wie üblich innerhalb der Stufe positioniert werden.
  • Das zentrische Normal wird automatisiert ausgerichtet.
  • Nach dem Ausrichten wird das Normal um 90° in C+ Richtung gedreht
  • Die Startpositionen werden abhängig vom Taster auf diese Position angepasst

Erkennung, dass z-Plus aktiv ist

  • Extra Anzeige neben dem Start- und Stop-Button
  • Das Bild im Rauheitsfenster zeigt jetzt ein um 90° eingeschwenkten Normal wie die Kalibrierung gemessen wird (Für die automatische Ausrichtung muss die Fläche allerdings zum Taster zeigen.)

Anlegen von Raunormalen im Stylus Manager

Kunden, die mehrere Raunormale haben, mussten bisher beim Wechsel von dem einen auf das andere Normal den Wert und die Toleranzen neu eingeben. Diese Eingabe erfolgte in den Service Optionen. Dafür ist jedoch die Eingabe eines Passworts erforderlich. Mit diesem Release können nun auch Raunormale mit verschiedenen Nennwerten angelegt werden. Dazu kann per Rechtsklick ein bestehendes Raunormal dupliziert werden.

Die Ablage der Messergebnisse in einem csv-Format sowie die einzelnen Messblätter zu diesen Auswertungen werden unter dem Ordner C:\tmp\RoughnessStylusAutomaticCertification abgelegt im Format „Tasternummer_Taster-SerialNummer_Datum_genaueBezeichnungDerAuswertung“

P-Wert für den optischen Sensor analog zum taktilem System

Die Antastabweichung ist bestimmt durch die Abweichungen des Sensors (wie Rauschen, Digitalisierungsabweichungen, Bildverzerrung, optische Wechselwirkung mit der Oberfläche des Prüfkörpers, Kalibrierabweichungen des Sensors, fehlende Algorithmen bei der Messdatenverarbeitung) und die Abweichungen. Diese wird nun auch für den optischen Sensor ausgegeben.

Konfigurierbarer Wert für Rauheitskalibrierung

Der Anwender hat mit diesem Release die Möglichkeit die Warngrenze für Kalibrierungen an der Kugel anders zu setzen als für Kalibrierungen am Raunormal. 

Warnmeldung bei der Zuordnung langer Y-Taster zum Wechselmagazin

Werden Tastern mit Y-Länge > 110 mm im Wechselmagazin platziert, so besteht die Gefahr einer Kollision mit dem Gegenhalter. Bei diesen Tastern wird eine Warnung schon beim Ziehen des Tasters in die Wechselbox im StylusManager angezeigt.

Stirnrad Features

Neue Rauheits-Norm DIN EN ISO 21920

Die inhaltlichen Änderungen durch die ISO 21920 sind behutsam. Die Zeichnungen, die nach der bisherigen Norm erstellt wurden, verlieren nicht ihre Gültigkeit und es gibt keine signifikanten Unterschiede in den Ergebnissen

Es gibt Namensänderungen zu bestehenden Begriffen. Da in der Software die alte und neue Norm parallel angeboten wird, bleibt in der Software die bisherige Nomenklatur (nach ISO 4287 & ISO 4288) bestehen:

  • „Abschnittslänge lsc“ ersetzt den Begriff „Einzelmessstrecke“
  • „Anzahl an Abschnitten nsc“ ersetzt „Anzahl an Einzelmessstrecken“
  • „Auswertelänge le“ ersetzt „Messstrecke“
  • „Profil-S-Filter (Nis)“ ersetzt „λs-Profilfilter“
  • „Profil-L-Filter (Nic)“ ersetzt „λc-Profilfilter“

 

Die Normreihe DIN EN ISO 21920 besteht aus 3 Teilen

  • DIN EN ISO 21920-1 ersetzt die DIN EN ISO 1302
    • Teil 1: Angabe der Oberflächenbeschaffenheit
      • Enthält neue Definitionen von Zeichnungsangaben für die Rauheitsmessung
  • DIN EN ISO 21920-2 ersetzt die DIN EN ISO 4287 & DIN EN ISO 13565-2/-3
    • Teil 2: Begriffe und Kenngrößen für die Oberflächenbeschaffenheit o Es wurden Kenngrößen hinzugefügt und aus der Norm gestrichen
      • Andere Kenngrößen wurden neu benannt und haben eine minimal abweichende Berechnungsmethode (Bsp. „Rz – Mittlere Rautiefe“ wird zu „Rz – Maximale Höhe“) o Aufteilung in Auswertelängen- und Abschnittslängen Kenngrößen
  • DIN EN ISO 21920-3 ersetzt die DIN EN ISO 4288
    • Teil 3: Spezifikationsoperatoren
      • Es werden im dritten Teil der Normreihe default-Einstellung festgelegt, um anwenderunabhängige Messergebnisse erzielen zu können
      • Die Einstellungen für die Messung können über Einstellungsklassen (Sc-Klassen) definiert werden

 

Kenngrößen

  • Bisherige Kenngrößen
    • Nach DIN EN ISO 4287:
      • Ra, Rz, Rt, Rmax, R3z, Rq, Rdq, Rpc, Rmr, Rdc, Rsk
    • Nach DIN EN ISO 13565-2:
      • Rk, Rpk, Rvk, Mr1, Mr2
  • DIN EN ISO 21920
    • Nicht mehr vorhandene Kenngrößen in der ISO 21920-2:
      • R3z, Rmax
  • Umbenannt
    • Mr1 in Rmrk1, Mr2 in Rmrk2
  • Neue Kenngrößen
    • Rzx (Einheit µm, Tol. µm), Rp (Einheit µm, Tol. µm), Rv (Einheit µm, Tol. µm)
  • Neue Berechnungsmethode
    • Rz, Rpc
  • Unterteilung der Kenngrößen (alt nach 4287 & 13565-2)
    • ISO 21920-2 Standard
    • Ra, Rz, Rt, Rq, Rdq, Rpc, Rmr, Rdc, Rsk, Rzx, Rp, Rv
    • Filterung nach ISO 16610-21 (linearer Gauß)
  • ISO 21920-2 Ausnahmen
    • Rk, Rpk, Rvk, Rmrk1, Rmrk2
    • Filterung nach ISO 16610-31 (Robuster Gauß 2. Ordnung)
  • Umbenennung der Zusatzparameter (Fenster „Tolerierung“)
    • Für Rmr
      • „Rmr(c0)“ wird zu „p“
      • „c“ wird zu „dc“
  • Für Rdc
    • „Rmr(c1)“ wird zu „p“
    • „Rmr(c2)“ wird zu „q“
    • Der Rdc wird bei der Auswertung nach ISO 21920 negativ angegeben (In der ISO 4287 war dieser positiv             

 

Änderungen im STI

  • Anwahl der ISO 21920
    • Unter „Optionen Auswertung“ gibt es die Auswahl „Auswertung Rauheit“
    • Dort kann zwischen „Toleranzen nach DIN 4287“ & „Toleranzen nach DIN 21920“ gewählt werden
  • Tolerierung
    • Unter „Tolerierung“ gibt es die Wahl zwischen „DIN 4287;13565-2“ und „DIN 21920“
    • Die Messung wird nach den Toleranzen ausgewertet, welche in „Option Auswertung“ angewählt wurden
  • Änderungen bei der Messung & Auswertung
  • Menüpunkt „Maschine“ → „Einstellungen“ (Filterung der Rauheitsmessung)
    • Der Mikrorauheitsfilter ist jetzt unter „Messpositionen“ anwählbar
    • Die Filtertypen sind unterteilt in ISO 21920-2 Standard & 21920-2 Ausnahmen (vorherige Unterteilung nach ISO 4287 & ISO 13565-2)
  • Menüpunkt „Messung“ → „Messpositionen“
    • Wie bisher können hier die Grenzwellenlänge „Lc“ und die Taststrecke „Lt“ einstellen
    • Hinzu kommt die Anwahl des Mikrorauheitsfilters, die neu für Profil und Flanke gesondert eingestellt werden kann (vorher unter „Einstellungen“ – nur gleich einstellbar für Profil und Flanke)
    • Die Einstellungen für die Messung können über die Sc-Klassen automatisch gesetzt werden (wenn diese manuell eingestellt werden sollen muss „freie Konfiguration“ angewählt sein)
  • Änderungen auf dem Messblatt
    • Wird nach einer Sc-Klasse gemessen wird diese auf dem Messblatt ausgegeben
    • Wird nach der neuen Norm ausgewertet wird diese auf dem Rauheitsmessblatt in der linken oberen Ecke ausgegeben

Anwahl Zähne für Rauheitsmessung

Es können 2 Zahnnummern für die Messung der Rauheitsverschränkung gewählt werden. Die Felder sind dann editierbar, wenn in den Messarten die Verschränkungsmessung für die Rauheit angewählt ist. In der Maske „Anwahl Zähne“ muss die Option „pro Zahn“ angewählt sein. Andernfalls sind diese Felder ausgegraut.

GINA "Anzahl der Kurvenzüge bei K-Schablonen" auf max. 32

Der bisherige Standard für die Anzahl der Kurvenzüge bei der K-Schablonenerstellung war bei GINA Programmen auf 10 Kurvenzüge im DataControlCenter beschränkt. Die Anzahl wird mit diesem Release auf max. 32 erhöht:

Möglichkeit der separaten Einstellung der Messgeschwindigkeit für Profil und Flanke

Mit der Möglichkeit die Messgeschwindigkeit für Profil- und Flankenmessung separat einstellen zu können, geben wir den Kunden die Möglichkeit höhere Durchlaufmengen zu erreichen. Kritische Merkmale können damit langsamer gemessen werden, ohne gleich den gesamten Messablauf zu verlangsamen. Die Geschwindigkeiten können komfortabel in der Oberfläche eingestellt werden.

Optical features

Kalibrierung der Lichtquelle auf Betriebstemperatur

Die Lichtquelle muss auf Betriebstemperatur sein, um kalibriert werden zu können. Es erfolgt ein entsprechender Warnhinweis, wenn die Temperatur der Lichtquelle entweder <25°C oder >40°C ist.

Welle Features

Messen einer Helix in einer Nut

Eine Standard-Passfedernut hat keinen Schrägungswinkel. Ab diesem Release ist die Helix in einer Nut verfügbar. Es wird die Führungslinie an der Flanke der Keilnut gemessen. Die Nennlinie der Passfedernut wird aus den Konstruktionswerten berechnet und mit der Auswertung „Formabweichung“ bewertet.  

Positionstoleranzen für Ölbohrungen - Variante #2

Bisher: In der Welle kann ein Basis Koordinatensystem BCS definiert werden. Alle Messungen und Auswertungen werden ausschließlich in diesem BCS durchgeführt.

Neu: Mit der Erweiterung können nun zusätzliche Koordinatensystem definiert werden. Mit der Neuen Auswertung der Positionsabweichung kann das erforderliche Koordinatensystem ausgewählt werden.

Kommunikationsumstellung Presentation Generator

In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Komplikationen beim Start von Messungen aus Welle heraus. Der Fehler „PresentationGenerator does not respond“ verhinderte einen erfolgreichen Messabschluss. Mit diesem Release wurde die Kommunikation umgestellt.